Die Frau- der domestizierte Wolf


Ich lese gerade den Roman Nemesis töchter von Tara Louise wittwer. Und bei all der female rage, der frauendiffamierung und der hexenjagd kommt mir ein Gedanke.

Wie entstand die moderne Frau von heute? Welche Generationen von Frauen  haben die Zeiten des femizides überlebt?

Die leisen, im stillen lebenden. Die verborgenen, die schüchternen. Die angepassten.

Ist es nicht wie beim Wolf? Nach ewiger Verfolgung was blieb übrig? Scheue, leise, misstrauische wesen, die im verborgenen, dem Schatten leben. Die, die sich anpassen konnten wurden gezähmt. Domestiziert und zum Hund degradiert.

Blicke ich auf uns frauen, sehe ich nichts als Hunde. Ich gebe zu es ist überspitzt. Radikal und extrem. Aber der Vergleich hat etwas. Er zergehen wohlwollend auf der zunge. Die hexenkinder blieben im Wald. Lebten und überlebten im Schatten. Die good girls schafften es an den Herd. Zogen Kinder auf. Blieben stumm und willig. Sie ertragen alles, sind verzeihend und duldend.

Gabz ehrlich? Genau so sind meine Hunde auch. Und die, die laut sind, die unangepassten. Die aystemsprenger sind nicht gewollt. Müssen weg, sind unangenehm. Dabei zeigen sie nur die konsequenz unseres Handelns auf. Verstehen wir sie als wegweiser, als Hinweis zum tiefen hineinsehen, können wir uns verändern. Veränderung zu unserem besten ich. Doch wer will das schon? Ist ja unbequem. Kann das Tier doch abgeben und ein neues willfähiges kaufen!

Ich merke, ich rede mich in female rage. Ich bin sonst wenig radikal. Doch dieses Thema berührt etwas tief in mir. Eine unfehlbar allwissend Wahrheit seit Jahrtausenden übergeben von einer Frau an die nächste. Sei lieb und du lebst. Sei laut und du stirbst.

Gut ich war schon immer lieber pippi als Anika. Bin mit ronja durch den Wald gerannt und mit der kleinen hexe um die wette geflogen. Ich Kämpfe bis zum letzten Atemzug. Für Gleichwertigkeit. Nicht nur zwischen den Geschlechtern, auch zwischen den Arten. Ich gebe Hunden eine Stimme, die selbst keine haben. Ich helfe, wo Veränderung laut wird.

Am Ende hoffe ich auf Harmonie und herzlichen Frieden. Ganz der Roda mädchentraum vom Ponyhof. Warum auch nicht? Diese heile Welt scheint mir erstrebenswerter als die vorherrschende, männlich dominierte Welt in der ich lebe. Also lohnt sich das Aufbäumen, das lautwerden und kämpfen! Für mich, für meine und deine Tochter, für alle Wesen die noch kommen werden.


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